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Maco Customs Service: brokerage, software & consultancy

E-Commerce

Es ist möglich, große Mengen E-Commerce-Päckchen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union effizient einzuführen. Mit der Verfügbarkeit eines korrekten Datensatzes können diese völlig automatisiert abgefertigt werden, wobei die Befreiung für Einfuhrzoll und EUSt angewandt werden kann.

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Verzollung von E-Commerce-Paketen in der EU

Die Zahl der E-Commerce-Sendungen, die in die EU eingeführt wird, wächst schnell. Dies ist vor allem der Fall bei „Cross Docking“-Sendungen, die aus einem Land außerhalb der EU direkt an einen Verbraucher in der EU gesandt werden. Die europäische Zoll- und Steuergesetzgebung sind dieser Art von Handel nicht angepasst. Dies führt zu Wettbewerbsverfälschung mit Verkäufen innerhalb der EU und zu Umgehung und sogar Hinterziehung der Abgabe von Einfuhrzöllen und EUSt. Der neue Zollkodex der Union, der im Mai 2016 in der EU eingeführt ist und das neue Zollabfertigungssystem AGS in den Niederlanden ermöglichen es jetzt, sowohl effizient, wie auch ordnungsgemäß alle Verpflichtungen zu erfüllen und gleichzeitig dem Verbraucher den höchstmöglichen Service zu bieten.

Sendungen mit niedrigen, mittleren und hohen Werten

E-Commerce-Sendungen, welche direkt von außerhalb der EU an Verbraucher in einem der EU-Mitgliedsstaaten geschickt werden, können in drei Wertgruppen eingeteilt werden.

  1. Sendungen mit einem niedrigen Wert bis € 22,00. Für diese Sendungen brauchen keine Einfuhrzölle bzw. EUSt bezahlt zu werden. Im Allgemeinen handelt es sich hier um billige und einmalige Käufe, zum größten Teil mit Herkunft China. Wegen ihres geringen Umfangs und Gewichts können sie leicht per Post verschickt werden. Die Händler zielen nicht unbedingt auf Wiederholungskäufe. Der Verbraucher verlangt keinen Service  bei dieser Art von Käufen. So ist Verfolgung der Sendung nicht so wichtig für den Verbraucher.
  2. Sendungen mit einem mittleren Warenwert haben einen Wert zwischen € 22,00 und  € 150,00. Für diese Sendungen braucht kein Einfuhrzoll bezahlt zu werden, aber wohl EUSt. Wenn diese Pakete weniger als zwei Kilo wiegen, können sie mit der Post verschickt werden. Obwohl die Zollgesetzgebung die europäischen Postorganisationen dazu verpflichtet, über diese Sendungen bei der Auslieferung EUSt einzuziehen, geschieht dies nicht. Indem man einfach beim Versand angibt, dass es sich nur um ein Geschenk (Spende) betrifft, brauchen die verschiedenen Postorganisationen keine Verzollung durchzuführen. Die Zollbehörden in den jeweiligen Ländern lassen dies zu. Sendungen mit einem mittleren Warenwert werden auch von den vier weltweiten Integratoren UPS, DHL, Fedex und TNT in die EU gebracht, wobei sie die Waren zur Einfuhr verzollen müssen. Auch hier ist der Zoll flexibel in der Anwendung der Gesetzgebung, erlaubt sie manche Vereinfachung und prüft sie vielmehr auf Sicherheitsaspekte als auf steuerliche Aspekte.
  3. Hochwertige Sendungen haben einen Wert von über € 150,00. Für diese Sendungen müssen Einfuhrzölle und EUSt bezahlt werden. Da es sich um teurere Waren handelt, ist der Verbraucher mehr an Service interessiert und der Lieferant mehr an Wiederholungskäufen. Verkauf unter Lieferbedingung DDP (Delivered Duty Paid), wobei die EUSt, Einfuhrzölle und Zollabfertigung von dem Verkäufer bezahlt werden, wird hier oft angewandt. Das Paket kann ohne weitere Formalitäten und Zahlungen bei dem Verbraucher ausgeliefert werden. Diese Päckchen werden separat bei dem Zoll abgefertigt. Indem man diese digitalisiert bei der Zollabfertigung verarbeitet, können die Verzollungskosten stark reduziert werden. Da bei E-Commerce-Sendungen alle Daten digital zur Verfügung stehen, ist dies gut möglich. Die meisten dieser Pakete werden von den vorher genannten Integratoren verzollt und ausgeliefert. Sie profitieren in den Niederlanden von Vereinfachungen im Verzollungsprozess. Diese Vereinfachungen werden jedoch nach Einführung des neuen Zollkodexes der Union entfallen, wodurch mehr Konkurrenz in diesem Marktsegment möglich wird.

Wenn Paketsendungen, die für Privatpersonen innerhalb der EU bestimmt sind, eingeführt und verzollt werden, dann werden die EUSt und die Einfuhrzölle erhoben und bezahlt im EU-Mitgliedsstaat, wo die Waren verzollt werden. Falls ein Verkäufer zu mehr als einem bestimmten Schwellenwert in einem anderen Mitgliedsstaat verkauft als der, wo die Waren verzollt werden, dann muss dieser sich in diesem Mitgliedsstaat registrieren lassen, die Mehrwertsteuer aus diesem Mitgliedsstaat in der Rechnung zu belasten und die Mehrwertsteuer auch in diesem Mitgliedsstaat abzuführen. Spezialisierte Zollspediteure können diese Abwicklung effizient und ordnungsgemäß anbieten, indem sie diese Sendungen über Beschränkte Fiskalvertretung verzollen. Dies ist eine schwierige Komplikation, die auch im Falle von E-Commerce-Verkaufen innerhalb der EU angewandt werden muss.  Für den Fiskus ist es nicht einfach, dies zu prüfen und deshalb werden die Rechtsvorschriften nicht immer korrekt angewandt, zumal da diese viel administrativer Aufwand mit sich bringt. Die Schwellenwerte pro EU-Mitgliedsstaat finden Sie hier.

Automatisierte Zollabfertigung

Jetzt, wo das neue niederländische Zollabfertigungssystem AGS in den Niederlanden zur Verfügung steht, können große Mengen Zollanmeldungen schnell und effizient von den Zollbehörden verarbeitet werden. Wenn die Daten der Sendungen z.B. als XML-File zur Verfügung stehen, können diese schnell und korrekt verarbeitet werden. In dem erforderlichen Datensatz stehen der Verkaufspreis, der Warencode und das Ursprungsland zentral. Außerdem sind noch die NAW-Angaben, das Gewicht usw. wichtig. Für diese Art von Abfertigungen ist keine spezielle Genehmigung oder etwas ähnliches erforderlich. Ein spezialisierter Zollspediteur kann die Sendungen effizient abfertigen, wobei er darauf achtet, dass die Daten konform der EU-Gesetzgebung verschickt werden. Die zu zahlenden Steuern und Einfuhrzölle wird der Zolldienstleister dem Absender in Rechnung stellen.

Bei der Einfuhrverzollung wird jedes Päckchen individuell durch die Software der Zollbehörden beurteilt. Aufgrund des geringen Wertes und der meistens wenig risikovollen Waren wird nur im Ausnahmefall eine Sendung weiter geprüft werden, obwohl der Zoll immer das Recht hat, dies zu tun. Je besser der Datensatz der EU-Zollgesetzgebung angepasst worden ist, umso problemloser der Verzollungsprozess verlaufen wird. Nach der Verzollung können die Waren ohne weitere Unterbrechung des Zolls oder des Finanzamtes beim Käufer ausgeliefert werden.

Maco kann jeden notwendigen Service für das effizient und ordnungsgemäß Abfertigen von E-Commerce-Sendungen, die von einem Land außerhalb der aus zu einem Verbraucher in der EU geschickt werden, versorgen. Mit der eigenen spezialisierten Software, der Zoll-Infrastruktur und den Kenntnissen von Logistik und Steuerwesen kann der gewünschte Service auf jede Weise angeboten werden. Weitere Informationen finden Sie auf unsere spezielle E-Commerce Website.

 

 

 

Zielsetzung

Das Motto von Maco lautet: „Clever Customs".

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Sponsoring

Maco Customs Service sponsert die „Stiftung Kinderhilfe Burkina Faso".

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