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Zollprozeduren

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Im Prinzip sind die Zollprozeduren in den verschiedenen EU-Häfen ähnlich. Dies soll auch so sein, da alle Zollorganisationen ihre Prozeduren auf denselben europäischen Gesetzesgrundlagen gestalten müssen. Trotzdem gibt es pro Land und pro Hafen immer nationale Gegebenheiten, die oftmals nur Insider kennen und benutzen können. Mit ihrer Präsenz in den Nordseehäfen Rotterdam und Antwerpen kann Maco Ihnen immer zur Verfügung stehen.

Im Allgemeinen laufen die Verzollungsprozeduren wie folgt ab.

Wenn ein Schiff, zum Beispiel ein Containerschiff, einen Hafen einfährt, werden alle Waren an Bord automatisch Zollware und fallen somit unter die Aufsicht und Kontrolle des Zolls. Der Kapitän des Schiffes muss eine komplette Liste der Waren an Bord beim Zoll melden. Alle Informationen werden digital erfasst. Die Ware wird auf einem Containerterminal entladen. Zollspediteure und andere Anmelder können jetzt die Ware zur Verzollung beim Zoll anmelden. Die zwei meist vorkommenden Möglichkeiten sind:

 1. Die Waren können entweder zum freien Verkehr verzollt werden. Es wird eine Einfuhrverzollung gemacht, wobei alle EU-Zölle fällig sind und auch alle anderen Zollkontrollen stattfinden.

 2. Die Waren können als Zollware zu einem anderen Ort in der EU weitertransportiert werden, wo Sie dann gelagert oder verzollt werden. Hierzu muss eine Transitanmeldung erstellt werden, mit der die Waren transportiert werden können.

  1. Verzollung zum freien Verkehr

Wenn die Ware verzollt wird, muss eine digitale Anmeldung erstellt werden, in der alle relevanten Zollangaben vermerkt sind. Die drei wichtigsten Angaben sind:

 • Die Art der Ware. Die Ware muss gemäß dem Harmonisierten System, in dem alle Waren mit einer Nummer oder einem Code versehen werden können, tarifiert werden.

 • Der Preis der Ware. Der Wert der Ware in dem Moment, in dem die Ware die EU-Grenze überschreitet, muss festgestellt werden.

 • Der Ursprung der Ware. Da es Länder mit Tarifpräferenzen gibt, ist es wichtig, den korrekten Ursprung der Ware festzustellen, um von einer Präferenz Gebrauch machen zu können.

Die meisten digitalen Importanmeldungen werden ohne weitere genaue Kontrolle vom Zoll abgewickelt. Die Ware ist dann ohne Weiteres freigestellt. Es kann aber auch sein, dass der Zoll an den korrekten Angaben zweifelt. In diesem Fall kann er beim Anmelder die Unterlagen anfordern, sodass er sich anhand dieser Informationen ein Bild von der Anmeldung machen kann. Aufgrund dieser Informationen kann die Anmeldung eventuell begutachtet werden oder kann der Zoll eine Änderung in der Anmeldung vornehmen. Im Falle großer Unklarheiten – speziell, was die Tarifierung der Ware betrifft –, kann der Zoll eine Kontrolle vornehmen. Der Container muss dann geöffnet werden und der Zoll kann eventuell eine Stichprobe nehmen. Auch dann kann die Anmeldung eventuell vom Zoll geändert werden.

 2. Weitertransport als Zollware mit Transit

Wenn die Waren nicht im Hafen verzollt werden sollen, sondern zum Beispiel zu einem Zolllager oder einem Importeur, der die Ware selbst verzollt, weitertransportiert werden sollen, muss eine Transitanmeldung gemacht werden. Mit dieser digitalen Transit-Zollanmeldung können die Waren vom Hafen zum Bestimmungsort als Zollware transportiert werden. Nur ein Zollspediteur kann eine solche Anmeldung durchführen, da er für die eventuellen Zölle haftet, die bei einer Zuwiderhandlung bezahlt werden müssen. Für diese Haftung muss der Zollspediteur eine Bürgschaft beim Zoll hinterlegen. Die digitale Meldung wird vom Zoll im Abgangsort an den Zoll im Bestimmungsort weitergeleitet. Werden die Waren dann beim Bestimmungsort gestellt, wird die Transitanmeldung gelöscht und ist der Anmelder von seiner Haftung befreit.

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